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    « Folien-Design entscheidet über Ihre Kompetenz | Start | Wie viel Text darf auf eine Folie? »

    Eine Präsentation ist ein Theater ist ein Theater …

    Theater_01… ist ein Theater! Ob Opernliebhaber, TV-Couch-Potatoes oder Disco-Besucher: der Mensch ist auf der Suche nach Abwechslung, Unterhaltung und: Spannung! Mit Ihrer Präsentation können Sie genau das erreichen, wenn Sie es schaffen Spannung zu erzeugen. Sie werden die Herzen gewinnen. Mehr noch: auf diesem Wege erreichen Sie, dass Ihnen die Menschen zuhören, Ihre Informationen aufsaugen, Ihnen zustimmen und sich auch noch für Sie entscheiden. Und all das trifft nicht nur auf Präsentationen zu.

    Sind Sie bereit für gute Unterhaltung Geld auszugeben? Ein Kinoticket, eine Party oder ein Abend in einem Szene-Lokal? Und wem wenden Sie sich im Restaurant zu oder wählen Sie als Begleitung? Wer uns Altbekanntes erzählt oder seine Botschaft langweilig erzählt, von dem wenden wir uns ab.

    Es gibt viele Möglichkeiten Spannung zu erzeugen. Doch beginnen wir bei Ihrem Willen. Zunächst müssen Sie überhaupt bereit sein, Spannung aufbauen zu wollen. Denn dazu gehört einiges. Wenn Sie es nicht gewöhnt sind, werden Sie womöglich „einknicken“, sobald Sie es vor Publikum ausprobieren wollen. Dann lesen Sie meine Artikel über Lampenfieber.

    Der nächste Schritt ist eine Strategie, die nach den verschiedensten Techniken aufgebaut sein kann. Einige werde ich Ihnen beispielhaft hier vorstellen. Das Grundprinzip ist jedoch immer wieder das gleiche:

    1. Sie bauen Spannung auf, in dem Sie die Vorgeschichte oder eine falsche Fährte ausschmücken.

    2. Sie erzeugen alleine durch Ihr Auftreten, Körpersprache, Blickkontakt, Mimik und vor allem Stimme eine Spannung, wie Sie Ihre Oma damals beim Vorlesen von Märchen erzeugt hat.

    3. Sie setzen Pausen. Die wichtigste Pause gilt es im Moment kurz vor dem dramaturgischen Höhepunkt zu setzen. Direkt vor der Auflösung setzen Sie eine besonders lange Pause. In diesem Moment sehen Sie Ihrem Publikum tief in die Augen.

    4. Dann kommt der überraschende Höhepunkt. Das müssen keine Worte sein, das kann auch eine Abbildung, das Hervorzaubern eines Gegenstandes oder das Aufschreiben eines Wortes sein.

    Ob Sie zu Beginn Spannung aufbauen — ich nenne es Eisbrecher —, später oder mehrmals während einer Präsentation: Sobald Sie es schaffen Ihre Themen spannend und unterhaltend zu präsentieren, werden Sie die Menschen für sich gewinnen.

    Hier gleich ein Beispiel für Sie. Oft werden Themen oder Ergebnisse „einfach so“, quasi beiläufig angekündigt. Der Einstieg zu einem Vortrag könnte so lauten: „Ich werde Ihnen nun den aktuellen Stand der Stammzellenforschung aufzeigen, ein umstrittenes Thema.“ Ja, es mag umstritten sein. Doch schon in zwei Sätzen ist fast alles gesagt.

    Wenn Sie diese Chance nicht vertun wollen, beginnen Sie mit einer Vorgeschichte, ohne zu sagen worum es geht. Die Vorgeschichte könnten hier die Ziele sein, warum Stammzellenforschung überhaupt betrieben wird: „Stellen Sie sich vor, 150 Jahre alt zu werden. Stellen Sie sich vor mit künstlichen Organen zu leben, die aus Ihrem eigenen Körper gewonnen wurden. Stellen Sie sich vor bei vielen Krankheiten und Unfällen Heilmethoden zu haben, die wir uns heute noch nicht einmal erträumen können. Das sind die Visionen, die uns die Stammzellenforschung verspricht. Ja, es ist ein umstrittenes Thema, bei dem es auch jede Menge Bedenken gibt. Ich werde Ihnen nun den aktuellen Stand …“

    Klingt das nicht schon wesentlich interessanter?

    Ihr Michael Moesslang

    >>> Wie Sie Ihre Rede garantiert langweilig beginnen
    >>> Überzeugen Sie durch Geschichten
    >>> Fangen Sie nicht mit PowerPoint an!

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