Kennen Sie das auch? Sie treffen jemanden und wissen: den kenne ich. Aber wie heißt denn der nach Mal? Und schon lächelt er Sie an, kommt auf Sie zu. Wenn Ihnen jetzt nicht gleich der Name einfällt … Welche Wirkung erzeugt das auf Ihr Gegenüber?
Über musikalische Qualitäten will ich mich ja nicht auslassen – Lenas Songs waren mein Geschmack noch nie. Mit Ihrem 10. Platz hat sie sogar im zweiten Anlauf offensichtlich viele Menschen überzeugt. Lena gilt dabei vielen als Inbegriff für Authentizität. Ja, aber …
Gestern Nacht gab’s die Oscars, gestern Nacht habe ich mir den Film endlich ansehen können. Ich war begeistert, der Film zeigt das Coaching eines Königs, der stottert aber öffentliche Reden geben sollte. Auch wenn es in den Dreissigerjahren den Begriff Coaching nicht gab und Therapien auf einem ganz anderen Niveau als heute möglich waren.
Mit vielen Preisen überhäuft bzw. dafür nominiert startet heute der Film „The King‘s Speech“ in den deutschen Kinos. Auch wenn ich es selten schaffe, ins Kino zu gehen, diesen Historienfilm werde ich mir anschauen. Es geht genau um mein Thema Lampenfieber. In diesem Film spielt der Schauspieler Colin Firth den britischen König George VI, Vater von Elisabeth II. Nach der Abdankung seines Bruders, King Edward VIII wurde er König, was er gar nicht so gern wollte. Seine ganz große Angst war nämlich, öffentlich zu sprechen. Er stottert, weswegen seine Frau Elizabeth Bowes-Lyon nach mehren erfolglosen Behandlungsversuchen durch englische Logopäden den australischen Logopäden Lionel Logue engagiert, der sich der Probleme des Prinzen annimmt. Bei Ausbruch des 2. Weltkriegs muss sich George IV dann per Rundfunk an die Nation wenden.
Der folgende Beitrag von mir ist auf der Alumni-Plattform derBayerischen Akademie für Werbung und Marketingin München erschienen: Wer Menschen überzeugen will, braucht Authentizität. Das trifft auf einen Mitarbeiter zu, der einen Praktikanten anleitet, ebenso wie auf jemand, der Kollegen, Kunden oder Kapitalgeber gewinnen will. Doch reicht es, authentisch zu sein?
Der britische Premier ist sich seiner schlechten Wirkung bewusst. Mehr noch, er hat in einem Interview mit GQ über seine Wirkung gesagt: „Ich könnte unsere Botschaft viel besser präsentieren. Aber ich bin von Natur aus ziemlich schüchtern, jemand der glaubt, sein Handeln spreche für sich selbst. Aber so funktioniert Politik heutzutage nicht.“
Wenn Sie kein Freund von mentalen Techniken sind, und einfach nur eine Technik brauchen, sich in den ersten Sekunden oder Minuten Ihres Auftrittes zu beruhigen, kann ich Ihnen diese Technik empfehlen. Für Viele sind der Gang zur Bühne, und die ersten Momente zu Sprechen, die entscheidenden, im Kampf gegen Lampenfieber und Co.
Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, sich das Publikum in Unterhosen vorzustellen hilft. Ich persönliche möchte das nicht. Je nach dem wer da sitzt würde mich das eher ablenken. Die Idee entspricht jedoch einer Technik, die ich Ihnen durchaus empfehlen kann.
Im ersten Teil habe ich Ihnen Möglichkeiten und Fallstricke von Notizen aufgezeigt. Diesmal geht es darum, wie Sie die Situation meistern, wenn Sie keine Notizen haben. Denn es kann immer mal passieren, dass Sie den Faden verlieren. Doch die Angst davor ist meist schlimmer als die eigentliche Situation. Was also tun?
Sie geben eine freie Rede, haben Sie ausgefeilt und einstudiert und dann — Faden verloren? Sie stocken, das Publikum merkt es bereits und Ihre Verzweiflung wird größer? Insbesondere wenn Sie einen Text besonders ausgefeilt haben, wollen Sie diese Formulierung beibehalten und möglichst wörtlich wiedergeben. Und dann dieser Aussetzer!
Erinnern Sie sich an die berühmte Becker-Faust: Boris Becker ballte auf dem Platz die Hand zur Faust und machte mit dem Arm eine sehr kräftige Bewegung. Nein, Becker hatte vermutlich kein Lampenfieber, er wollte sich vielmehr in den richtigen Zustand bringen, das Spiel zu gewinnen. Mit der selben Technik können Sie Ihren Zustand bei einem Auftritt so abrufen, wie Sie ihn möchten. Sich so fühlen, wie Sie es möchten. So können Sie Nervosität, Unsicherheit und Lampenfieber ganz leicht los werden.
Haben Sie bei einem Auftritt vor Publikum feuchte Hände, einen Kloß im Hals, zittrige Knie, Atemnot, Tunnelblick, Schweißausbrüche? Ganz klar: das muss Lampenfieber sein! — Oder?
Lampenfieber, Aufregung, Nervosität, Stress und Bühnen-Angst lässt sich ganz leicht beseitigen oder abschwächen durch dissoziieren. Das ist eine Technik, die ich selbst unbewusst immer schon anwende. Vor einigen Jahren bin ich durch einen Zufallstreffer darauf gekommen und habe mittlerweile schon vielen Menschen gegen Lampenfieber helfen können.
Ich sage: Lampenfieber muss nicht sein — weder als quälender Zustand vor und während eines Auftrittes, noch als der Kick, ohne den es an Spannung fehlen würde. Fieber ist eine Krankheit und ist uns nicht allen Gesundheit lieber?
Es ist wie in der richtigen Medizin: Es gibt jede Menge Hausmittelchen, manche helfen, manche auch nicht. Und es gibt echte Therapien die akut oder präventiv helfen. Was ist Lampenfieber, Bühnenangst oder einfach nur die Nervosität vor dem Auftritt eigentlich? Es gibt zwei Aspekte:
Führungsqualitäten braucht heute fast jeder. Vor einigen Jahren hatte ich mit einem Kunden von mir eine Besprechung, bei der ich ein Telefonat mitbekam. Der Kunde war ein im Textilgeschäft schnell reich gewordener Mann, der in dem Telefonat mit einer Spedition über eine kurzfristige Lieferung verhandelte.
Letzte Kommentare